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Viehhaltung

Der Mensch ist ein Allesfresser. Er ist darauf angewiesen tierische Nahrung zu essen, wenn er gesund leben will. Nur durch tierische Nahrung kann er seinem Körper alle Nährstoffe, Mineralien und Vitamine zuführen, die er zum Leben braucht.

Da wir in der Natur nur einen Bruchteil der tierischen Nahrung (Jagd, Fischerei) finden können, die wir brauchen, müssen wir Viehhaltung betreiben. 

Viehhaltung ist in unserer Region der wichtigste landwirtschaftliche Produktionszweig. Die Landwirte sorgen gut für ihre Tiere als Nutztiere, denn wir brauchen sie zum Leben.

Schweine

Die Schweine als wichtigste Tierart unserer Region 

In unserer Ernährung spielt Schweinefleisch eine wichtige Rolle, denn es ist ein wichtiger Eiweißlieferant. Außerdem enthält Schweinefleisch Eisen, was für die Blutbildung wichtig ist und es ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. 

Von einem 100 kg schweren Schwein werden ca. 45 kg als Teilstücke (Schinken, Braten, Kotelett, Schnitzel etc.) verwertet, ca. 30 kg werden zu Wurst und sonstigen Fleischwaren verarbeitet. 

Der große Wettbewerb, die niedrigen Erzeugererlöse und der technische Fortschritt führten zur Vergrößerung der Betriebe. Innerhalb der Schweinehaltung folgte eine Trennung der Produktionsbereiche, da der Landwirt nur so den speziellen Ansprüchen der Tiere gerecht werden konnte. Denn zum Beispiel die Zucht und die Ferkelerzeugung erfordern einen höheren Arbeits- und Betreuungsaufwand als die Schweinemast. Auch benötigen die Masttiere ein anderes Futter und anderes Stallklima, so dass es für die Bauern sinnvoll ist, sich auf einen Produktionszweig zu spezialisieren.

Die deutschen Schweinehalter stehen in starker Konkurrenz zu ausländischen Schweineerzeugern, vor allem zu den dänischen und niederländischen Kollegen. Während in diesen Nachbarländern ein erheblicher Überschuss für den Export erzeugt wird, muss Deutschland knapp 20 % des Bedarfes an Schweinefleisch importieren.

Schafe

Eine Alternative in der Grünlandpflege bildet die Schafhaltung. Schafe oder Ziegen sind nahezu optimale Landschaftspfleger und passen ins Ökosystem wie kaum eine andere Tierart. Sie sind in der Lage, sich das Futter von unwegsamen Stellen zu holen und sorgen gleichzeitig für die Düngung vor Ort, so dass es zu keiner Belastung der Natur und des Grundwassers kommt. Der ständige Tritt durch die kleinen Klauentiere befestigt außerdem den Untergrund und schädigt weniger als große Tiere die Grasnarbe.

Weitere Vorteile in der Schafhaltung sind die leichtere Handhabung und die geringen Ansprüche, die die Schafe an die Stallungen stellen. So sind meist nur sehr geringe Investitionskosten nötig, denn die Adaptierung der Unterkünfte kann durch etwas handwerkliches Geschick von jedem Halter selbst durchgeführt werden. Die Betreuung der Tiere ist wesentlich einfacher als bei Großtieren. Die Fütterung erfolgt fast ausschließlich über das Futterangebot auf Futtertischen und in den dafür speziell gefertigten Raufen und Vorrichtungen, und dabei genügt eine einmalige Versorgung täglich. Im Sommer werden die Tiere fast ausschließlich auf der Weide, eingezäunt durch Elektrozäune, gehalten. Auch hier ist das Handling wesentlich einfacher und kostensparender als in der Rinderhaltung. 

Der geringere Arbeitsaufwand im Vergleich zur Milchkuhhaltung gilt allerdings nur für die Fleischproduktion in der Schafhaltung. Die Milchproduktion ist ebenso arbeitsintensiv wie in der Rinderhaltung. Sie ist aber sehr lukrativ. Schaf- und Ziegenmilch und Produkte daraus sind am Markt sehr gefragt und erzielen sehr gute Preise.

Rinder

In der Rinderhaltung kann zwischen Milchvieh, Bullenmast und Mutterkuhhaltung unterschieden werden. Hier finden Sie Betriebe und Informationen rund um die Rinderhaltung...

Milchvieh

Homepage: www.Milchwirtschaft.de

Leckere Dinge wie Joghurt, Käse, Sahne und Butter werden aus Milch gemacht. Milch ist ein Grundnahrungsmittel, denn sie enthält viele wichtige Nährstoffe.

Inhaltsstoffe der Milch:
87 % Wasser, 
4,9 % Milchzucker, 
3,7 % Fett, 
3 % Eiweiß, 
Mineralstoffe und Vitamine 

Im Durchschnitt geben Kühe 25 Liter Milch pro Tag. Zu einer guten Milchleistung gehört eine angepasste Fütterung. Die Tagesration einer Milchkuh kann z. B. wie folgt aussehen:
60 kg Gras 
13 kg Maissilage,
5 kg Kraft- und Ergänzungsfutter, 
ca. 80 Liter Wasser 

Bullenmast

Bullenkälber, die nicht zur Zucht verwendet werden, können zur Erzeugung von Fleisch aufgezogen werden. Das Ziel ist, in kurzer Zeit möglichst viel Fleisch anzusetzen.
Rinder können am Tag bis zu 1.500 g an Gewicht zulegen. Dazu fressen sie bis zu 80 kg Futter und kauen rund 56.000 mal.

Mutterkuhhaltung

Mutterkuhhaltung ist eine extensive Form der Rinderhaltung, bei der die Mutter ihr Kalb meist bis zum Ende der Laktationsperiode bzw. ca. 6 Monate säugt. Die Mutterkuhhaltung wird mit Fleischrinderrassen (Angus, Blonde d'Aquitaine, Charolais, Fleckvieh, Limousin u. a.) zur Erzeugung von Rindfleisch bzw. zur Zucht durchgeführt.
8. Ausbildung
Fast 38.000 junge Menschen erlernten Ende 2003 einen land- und forstwirtschaftlichen Beruf in Deutschland. Zu den "grünen Berufen" zählen 13 verschiedene Berufe. Die größte Gruppe ist die der Gärtner und Landwirte. Es gibt in unserer Region über 100 landwirtschaftliche Ausbildungsbetriebe der verschiedensten Betriebsausrichtung und noch viele freie Lehrstellen. 

Neben den Lehrbetrieben haben wir auch Berufsschulen, Fachschulen und eine höhere Landbauschule (so genannte Zweijährige Fachschule) in unserer Region. 

In den wachsenden ldw. Betrieben werden immer mehr gut ausgebildete Fachkräfte gesucht. Landwirte sind sehr vielseitig und finden daher überall Arbeit.

 

 

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