Ohne
Landwirtschaft kein Leben !!!
Essen und
Trinken müssen wir alle:
in Deutschland 83,3 Mio. Menschen
im neuen Europa 450 Mio. Menschen
auf der Erde 6 Mrd. Menschen.
1.2.
Arbeitsplätze
Die
Landwirtschaft und die vor- und nachgelagerten Bereiche - das Agribusiness
- sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und bieten attraktive Arbeitsplätze.
Um den hohen Anforderungen der Zeit an die moderne Landwirtschaft gerecht
zu werden, ist eine ständige Weiterbildung und Beratung notwendig.
Die
Deutsche Landwirtschaft hat ihre Produktivität gemessen an der
Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen in den letzten 10 Jahren
verdoppelt (die Industrie hat im gleichen Zeitraum lediglich um 15%
zugelegt).
Diese
enorme Leistung ist nur durch den Einsatz modernster Erkenntnisse und
Methoden möglich. Dazu müssen sich die Landwirte ständig informieren
und weiter bilden. Der Landwirtschaft stehen dazu eine Vielzahl von
Beratern und Beratungsorganisationen zur Seite.
Landwirtschaft
wird an den Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland gelehrt und
von dort kommen unsere Berater mit dem neuesten Wissen. Dabei sind
Informationsmittel wie Fax und Internet in der Landwirtschaft schon weit
verbreitet.
1.3.
Wertschöpfung
In
Niedersachsen ist die Landwirtschaft der zweitwichtigste Wirtschaftszweig
nach der Automobilindustrie. Die
Landwirtschaft ist zentrales Bindeglied und Impulsgeber für die vor- und
nachgelagerten Bereiche des Agribusiness. Dazu gehören die Futtermittel-,
Landmaschinen-, Pflanzenschutz- und Düngerindustrie, sowie Ernährungsindustrie,
Holzgewerbe, Gastgewerbe und Nahrungsmittelhandel.
In
Deutschland sind 4,3 Mio. Menschen im Agribusiness erwerbstätig. Das
bedeutet, das jeder 9. Arbeitsplatz in Deutschland direkt oder indirekt
damit beschäftigt ist, die Menschen mit Essen und Trinken zu versorgen.
Die Bedeutung der Landwirtschaft wird deutlich, wenn man weis, dass von
jedem Arbeitsplatz in der Landwirtschaft vier weitere Arbeitsplätze im
Agribusiness abhängen.
Der
Produktionswert des Agribuisiness insgesamt betrug im Jahr 2000 552,9 Mrd.
Euro und machte damit 15% der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung aus.
Die Bruttowertschöpfung des Sektors betrug 128,7 Mrd. Euro.
1.4.
Umsatz - Produktionswert
Es
ist sehr schwer, den Umsatz des Agribusiness unserer Region abzuschätzen.
Um die Dimensionen deutlich zu machen, folgen hier einige bekannte Zahlen:
In
Deutschland hatte die Landwirtschaft im Jahr 2004 einen Produktionswert
von 47,0 Mrd. € Der Produktionswert des Agribusiness lag bei insgesamt
552,9 Mrd. €, das ist 12 mal so viel und entspricht 15,2% des gesamten
Produktionswertes der deutschen Wirtschaft.
1.5.
Der Stellenwert der Produktion
Um
die Menschen bei uns zu ernähren, müssen pro Kopf und Jahr ...
produziert
und verarbeitet werden!
Produktionswert
der Landwirtschaft im Jahr 2004 beträgt rund 41,6 Milliarden Euro (DBV)
Auch Landwirte, die nach übereinstimmender Meinung einen der schönsten
Berufe ausüben, müssen zum Erhalt von Hof und Familie ein ausreichendes
Einkommen erwirtschaften. Im vergangenen Jahr erlösten Deutschlands
Bauern aus
dem
Verkauf ihrer Produkte rund 39 Milliarden Euro - je zur Hälfte aus der
Vermarktung von Ackerfrüchten und tierischen Erzeugnissen. Hinzu kommen
noch 1,8 Milliarden Euro durch landwirtschaftliche Dienstleistungen wie
beispielsweise "Urlaub auf dem Bauernhof". Aufgrund schwankender
Erträge und Marktpreise können aber die Agrar-Einkommen von Jahr zu Jahr
recht unterschiedlich ausfallen, stellte der Deutsche Bauernverband (DBV)
fest.
Das
meiste Geld verdienen die deutschen Bauern mit der Produktion von Milch
(8,2 Milliarden Euro), gefolgt von den Erlösen bei Getreide (7 Milliarden
Euro) und den Verkauf von Schweinen (4,8 Milliarden Euro). Von Bedeutung
sind des weiteren Erlöse aus der tierischen Veredlung, wie beispielsweise
bei Rindern und Kälbern (3,3 Milliarden Euro), Geflügel und Eiern
(zusammen 2,1 Milliarden Euro). In der pflanzlichen Erzeugung bringen nach
Getreide die Futterpflanzen (3,4 Milliarden Euro) sowie Blumen und
Pflanzen (2,4 Milliarden Euro) das meiste Geld in die Kasse der Bauern.
Danach folgen die Einkommen aus Gemüse (1,5 Milliarden Euro), Ölsaaten
wie beispielsweise Raps (1,2 Milliarden Euro), Kartoffeln (1,1 Milliarden
Euro) sowie Zuckerrüben (1 Milliarde Euro). Die deutschen Winzer
verkauften im Jahr 2003 Qualitätsweine im Wert 900 Millionen Euro und die
Obstbauern Erzeugnisse von 0,7 Milliarden Euro.
1.6.
Ökologischer
Landbau
Im
ökologischen Landbau werden möglichst geschlossene betriebliche Kreisläufe
angestrebt. Futter und Nährstoffe für Tier und Pflanze sollen möglichst
vollständig auf eigener Betriebsfläche erzeugt werden, ein Zukauf
externer Betriebsmittel wird bis auf wenige Ausnahmen beschränkt. Der
”kologische Landbau verfolgt das Ziel, besonders bodenschonend und
tiergerecht zu wirtschaften.
Der
ökologische Landbau hat in den vergangenen Jahren eine stetige Aufwärtsentwicklung
genommen. Anfang 2004 bewirtschafteten 16.476 Betriebe 734.027 Hektar
landwirtschaftliche Fläche nach den Kriterien der EU-Ökoverordnung.
Das sind 4,3 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche in
Deutschland. Im Jahr 2003 wurde eine Wachstumsrate von 5,3 Prozent
erzielt. Besonders hoch ist der Anteil in Brandenburg, Hessen,
Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg.