Berufsbildende Schulen
Berufsschulen vermitteln sowohl allgemeine als auch fachliche Lehrinhalte, wobei die Anforderungen der Berufsausbildung besondere Berücksichtigung finden. Der Unterricht wird entweder wöchentlich oder 14-tägig vor Ort oder im Blockunterricht, in der Regel in Fachklassen mit zum Teil länderübergreifendem Einzugsgebiet (mit Internatsunterbringung) durchgeführt.
Der theoretische Unterricht vermittelt Wissen unter anderem in den Bereichen:
- Ansprüche von Kulturpflanzen und Bodenbearbeitung
- Tierzucht und -haltung
- Maschinen, Geräte, technische Einrichtungen und Werkzeuge
- Absatzmöglichkeiten und Wirtschaftlichkeit
Ausbildungsbetriebe
Die Ausbildung zum Landwirt/ zur Landwirtin dauert 3 Jahre und findet im Wechsel an den beiden Lernorten des dualen Ausbildungssystems - Betrieb bzw. ausbildendes Unternehmen und Berufsschule - statt.
Ausbildungsbetriebe sind in der Regel qualifizierte landwirtschaftliche Betriebe mit eher geringer Mitarbeiterzahl. Hier werden fachpraktische Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt und es wird Berufserfahrung am Arbeitsplatz gesammelt. Der angehende Landwirt lernt auf diese Weise schon einmal die nach Abschluss der Ausbildung üblichen Arbeitsbedingungen kennen. Je nach Ausrichtung des Ausbildungsbetriebes sind die Arbeitsbedingungen zum Teil verschieden ausgeprägt und können in der späteren Berufstätigkeit eine andere Gewichtung erfahren. Natürlich wird auf die besondere Situation der Ausbildung Rücksicht genommen, das heißt, die Anforderungen an die Geschicklichkeit, an Selbständigkeit und Verantwortung sowie der Zeitdruck sind nicht so hoch wie nach Abschluss der Ausbildung.
In der Regel wird die betriebliche Ausbildung ergänzt durch überbetriebliche Ausbildungsabschnitte (ggf. mit auswärtiger Unterbringung).
Der Unterricht an der Berufsschule erfolgt ausbildungsbegleitend und es werden berufliche und allgemeine Lerninhalte unterrichtet.